Über Geld spricht man nicht? Selbstverständlich!

Sie haben ein rechtliches Problem, zu dessen Lösung Sie sich professioneller Hilfe bedienen möchten. Sie erwarten zu Recht, dass Ihnen die bestmögliche Unterstützung geboten wird, wo man Ihre Probleme erkennt, versteht, von allen Seiten beleuchtet und eine optimal auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Strategie erarbeitet.

Daher wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt/eine Rechtsanwältin.

Dafür erhalten Sie einen starken Partner an Ihrer Seite; einen langjährig und hochqualifiziert ausgebildeten Profi, der sich und sein Wissen auch über das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus regelmäßig und adäquat fort- und weiterbildet, Ihnen Wissen, Kompetenz und Zeit zur Verfügung stellt, kurz, einen kompetenten Kämpfer für Ihre Sache. Und das so lange, bis die für Sie optimale Lösung gefunden und umgesetzt wurde.

Wenn Sie Ihr Auto in die Werkstatt bringen, ist es für Sie selbstverständlich, dass Sie vor der Vergabe des Auftrages nachfragen, mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben, denn nur so haben Sie eine Grundlage, auf der Sie die Entscheidung treffen können, ob Sie den Auftrag erteilen. Warum dann nicht auch beim Anwalt?

Auch hier benötigen Sie eine Grundlage, auf der Sie entscheiden können, wie viel Ihnen die Lösung Ihres Problems „wert“ ist.

Mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben, richtet sich bei Rechtsanwälten nach dem sogenannten RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz).
In diesem ist u.a. geregelt, dass sich in den meisten Zivil-, Verwaltungs-, Familien- und anderen Sachen die Höhe der Gebühren für den Rechtsanwalt (wie auch für Gerichtskosten) nach dem sogenannten Gegenstandswert (auch Streitwert) richtet. Dies bedeutet, dass bei einem Streit über einen Wert von beispielsweise 1.000,- € die gesetzlichen Gebühren geringer ausfallen als bei einem Streit über einen Wert von 10.000,- €. In Strafsachen gibt es für normal gelagerte Fälle einen gesetzlichen Rahmen, in dem sich die Gebühren nach Umfang, Aufwand, Bedeutung etc. bemessen.

Diese Regeln gelten zunächst unabhängig davon, dass für den Anwalt die Arbeit und auch die Zeit, die er zur Lösung Ihres Anliegens investieren muss, bei dem Streit um den geringeren Wert durchaus höher ausfallen können, als bei dem um den höheren Wert. Ebenso kann in einer Strafsache wesentlich mehr Zeit und Arbeit anfallen, um Sie erfolgreich zu verteidigen, als es der Gesetzgeber mit seinen Rahmenbeträgen vorgesehen hat.

Daher hat der Gesetzgeber Rechtsanwälten die Möglichkeit eingeräumt, Vergütungsvereinbarungen abzuschließen, also in einem individuell mit Ihnen abgeschlossenen Vertrag ein angemessenes Honorar für seine Tätigkeit zu vereinbaren. Sie haben also jederzeit vor Vertragsabschluss die Möglichkeit, sich selbständig zu entscheiden, ob Sie eine Vergütungsvereinbarung unterzeichnen wollen – ebenso, wie Ihr Anwalt.

Sie sehen, es lohnt sich, über Geld zu sprechen, denn oftmals sind die Kosten sogar geringer als Sie glauben.
In der Regel sind sie jeden Cent wert.